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Praxis für alternative Tierheilkunde
Johanna Winterot
Alte Landstrasse 12a
23843 Bad Oldesloe Neritz
Telefon: 04531- 801907
Mobil: 0178-5261979
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Internet:
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Klassische Homöopathie
Homöopathen behandeln ihre Patienten nach dem vom Begründer der Homöopathie, Samuel Hahnemann, aufgestellten Grundsatz: „Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt“.
Zu diesem Zweck werden Substanzen, von denen bekannt ist, sie könnten bei gesunden Menschen der Krankheit ähnelnde Symptome hervorrufen, in starker Verdünnung verabreicht. Grundlage für die Wahl des Mittels ist einerseits die Kenntnis der Wirkungen und Symptome andererseits beruht die Mittelwahl auf einer homöopathischen Anamnese des Patienten, d.h. einer Beobachtung und Befragung, in der das gesamte Symptombild und die Art der „Verstimmung der Lebenskraft“ erfasst wird (Repetorisierung).
Im Unterschied zur Anamnese der naturwissenschaftlichen Medizin wird in der homöopathischen Anamnese der Patient über eine Vielzahl von Sachverhalten befragt, die aus naturwissenschaftlicher Sicht unerheblich sind. Als Hilfsmittel zur Wahl des Mittels dienen Repertorien. Sie sind nach Symptomen hierarchisch gegliedert. Hier werden zu jedem Symptom alle Mittel genannt, bei denen das Symptom beobachtet wurde. Die so genannte Wertigkeit eines Mittels gibt einen Hinweis darauf, wie bewährt das Mittel bei der Heilung dieses Symptoms ist. Der Homöopath repertorisiert anhand der Symptome eines Patienten im Repertorium das am häufigsten vorkommende Mittel und kann daraus das ähnlichste Mittel für den Patienten aussuchen. Zu den Symptomen zählen dabei im wesentlichen alle Abweichungen vom früheren gesunden Zustand des Kranken, die durch Patientenbericht, Befragung und Beobachtung zugänglich sind, samt ihren „Modalitäten“ (Besserung und Verschlimmerung). Auch und gerade entlegene Symptome, die scheinbar mit der Hauptbeschwerde nichts zu tun haben, werden erhoben und für die Arzneiverordnung genutzt.
Der nächste wichtige Grundsatz der Homöopathie ist die Verwendung „potenzierter“ Mittel. Unter Potenzierung ist die starke Verdünnung zu verstehen. Die Mittel werden durch stufenweise durchgeführtes Potenzieren aus pflanzlichen, tierischen, mineralischen oder chemischen Ursprungs hergestellt. Die Grundlagen der klassischen Homöopathie sind die Lehre Hahnemanns. Im Gegensatz zu vielen anderen Richtungen der Homöopathie wird in der klassischen Homöopathie immer nur ein Mittel auf einmal verabreicht. Arzneimittel werden nach gründlicher Anamnese grundsätzlich nach dem individuellen Symptombild des Kranken ausgewählt. Klassische Homöopathen behandeln sowohl akute Krankheiten als auch chronische Leiden (konstitutionelle Behandlung).In der klassischen Homöopathie wird eine Konstitutionsbehandlung angewandt, wenn ein Tier von Grund auf therapiert werden soll. Dazu wird ihm nach entsprechender Anamnese sein Konstitutionsmittel gegeben. Um das passende Konstitutionsmittel finden zu können, erfasst der Therapeut das Gesamterscheinungsbild eines Tieres (körperliche, geistige und seelische Merkmale). Auch Charakteristika wie Mimik, Gestik, Ausdruck und Art werden notiert.
Die „wissenschaftlich-kritische“ Homöopathie ist eine Richtung der Homöopathie, die auf der Grundlage der schulmedizinischen Lehre homöopathische Arzneimittel als Ergänzung zu anderen Therapieformen einsetzt. Arzneimittel werden nicht nach dem oft sehr komplexen gesamten Symptombild des Kranken, sondern nach Pathologie (Krankheit) verordnet. Das erleichtert besonders die Findung des passenden Arzneimittels, weil zum Beispiel für eine Erkältungskrankheit nur noch aus einer Liste von wenigen Mittel ausgewählt werden muss.
Beliebt ist auch die Verwendung von „Komplexmitteln“, d. h. einer Vermengung von verschiedenen Mitteln, die für eine bestimmte Krankheit zusammengestellt wird.
Die Therapie mit Komplexmitteln widerspricht jedoch grundlegend dem Wesen der ursprünglichen Homöopathie.
Die Homöopathie hat in der Tierheilkunde eine fast ebenso lange Tradition wie in der Humanmedizin. Die erste Veröffentlichung stammt aus dem Jahr 1815.
Im 19. Jahrhundert war es den Tierärzten nicht überall erlaubt, Tiere homöopathisch zu behandeln. Ende des Jahrhunderts ließ das Interesse an der Tierhomöopathie nach und setzte erst in den 1920er Jahren wieder ein. Neben Haustieren werden auch Nutztiere homöopathisch behandelt. In Deutschland, in den USA, in Brasilien und in der Slowakei gibt es spezielle Homöopathieschulen für Tierärzte. In Frankreich werden Homöopathieausbildungen in staatlichen tierärztlichen Hochschulen sowie in den Landwirtschaftskammern und Fachbereichen der biologischen Viehhaltung angeboten.
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